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Newsletter Kommunen innovativ

Newsletter Kommunen innovativ
Neue Forschungsprojekte für Regionen im demografischen Wandel
Ausgabe 03/2018

Die Fördermaßnahme "Kommunen innovativ" startete im Sommer 2016. 30 Verbundvorhaben bearbeiten seitdem Fragestellungen rund um den Umgang mit den Auswirkungen des demografischen Wandels und erproben innovative Ansätze, wie Lebensqualität zukünftig in den Städten und Gemeinden erhalten und gestaltet werden kann. In den "Neuigkeiten aus dem Netzwerk Kommunen innovativ“ geben wir einen kleinen Einblick in die unterschiedlichen Aktivitäten der Projekte in den letzten drei Monaten. In der Rubrik "Im Gespräch. …" berichten Vertreter der Projekte "CoProGrün" und "AktVis", welche Ergebnisse die Projekte erzielt haben und welche Rolle die Wissenschaft als Partner von Kommunen spielt.

Ein gemeinsames Zwischenfazit ihrer bisherigen Arbeit zogen die Projekte im September 2018 auf der "Kommunen innovativ"-Fachkonferenz in Dortmund. Prof. Dr. Gesine Schwan eröffnete die Veranstaltung. In ihrem anregenden Eröffnungsvortrag betonte sie die Stärkung der kommunalen Ebene im nationalen, aber auch im europäischen Kontext verbunden mit der Notwendigkeit einer intensiveren Partizipation und Teilhabe der Zivilgesellschaft. Die diesjährige Fachkonferenz ermöglichte vertiefte Diskussionen über ausgewählte Aspekte der in den Verbundvorhaben bearbeiteten Fokus- und Querschnittsthemen. Im Rahmen intensiver Austauschformate – 14 Tandem-Workshops aus je zwei Verbundvorhaben – erhielten alle Verbundvorhaben der Fördermaßnahme die Gelegenheit, ihre bisher erarbeiteten Projektergebnisse vorzustellen und gemeinsam zu reflektieren.

Zuvor trafen sich im August rund 30 Vertreter*innen der Verbundvorhaben und tauschten sich im Rahmen des Workshops "Öffentlichkeitsarbeit: Produkte" über die adressatengerechte Aufbereitung ihrer Projektergebnisse aus. Der externe Inputgeber Oliver L. Oest (Kommunikationsagentur Tinkerbelle, Berlin) eröffnete neue Perspektiven auf die Öffentlichkeitsarbeit und schärfte den Blick für die Gestaltung von Produkten entsprechend der Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen – vorrangig geht es darum, die Impulse der Fördermaßnahme "Kommunen innovativ“ in die Praxis zu bringen und auf diesem Weg anderenorts einen Beitrag zum Erhalt und der Stärkung der Lebensqualität zu leisten.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit diesem Newsletter!

» Neuigkeiten aus dem Netzwerk „Kommunen innovativ“

» Aktuelles aus Forschung und Praxis

» Neuigkeiten aus dem Begleitvorhaben KomKomIn

» Im Gespräch: Projektergebnisse und -erkenntnisse aus der Perspektive der Wissenschaft

» Publikationen

» Presse

» Termine

"KOMET“: Fachforum "Aktives Leerstandsmanagement"

Am 27. September 2018 richtete das Verbundvorhaben "KOMET" das Fachforum "Aktives Leerstandsmanagement in ländlich-peripheren Räumen - Nützliches Instrumentarium oder aussichtslose Anstrengung?" in Weimar aus. Knapp 90 Gäste diskutierten über Erfolgsfaktoren und Stolpersteine einer gelingenden Ortsentwicklung. Die ausführliche Dokumentation steht jetzt zum Download zur Verfügung.
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"TempALand": Dialoge zur Wohnungsmarktentwicklung im Landkreis Diepholz

Nach der Erarbeitung eines landkreisweiten Wohnraumversorgungskonzeptes führte das Verbundvorhaben "TempALand“ eine Dialogreihe zum Thema "Ländliche Wohnraumperspektiven" durch. Die ersten Veranstaltungen der Reihe fokussierten die Schwerpunkte "Innenentwicklung" sowie "Abbau von Leerstand", weitere Veranstaltungen sind im Oktober und November dieses Jahres geplant: Ein Planerseminar und ein weiterer Dialog mit dem Titel "Wohnperspektiven – ältere Wohnquartiere im Generationswechsel".
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"TransformBar": Website "Zukunftskommunen" zeigt Beispiele nachhaltiger Kommunen

Im Verbundvorhaben "TransformBar" ist die Webseite "Zukunftskommunen" (www.zukunftskommunen.de) entstanden – eine Online-Vernetzungs- und Austauschplattform für Städte, die ihren Fokus auf eine nachhaltige Entwicklung legen. Sie liefert neben praktischem Wissen aus unterschiedlichen Kommunen auch Hinweise auf Methoden und Formate, die bei der Unterstützung von Bürgerbeteiligungsprozessen helfen.
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"iMONA": Mit Bürgerdialogen Mobilität und Nahversorgung verbessern

Unter dem Thema "Mobilität und Nahversorgung" fanden im Verbundvorhaben "iMONA" bisher zwei Bürgerdialoge statt. Im Rahmen der Veranstaltungen konnten die Teilnehmenden, ihre Bedarfe und potentielle Verbesserungsvorschläge im Hinblick auf den Nahverkehr im Landkreis Freyung-Grafenau äußern. Auf diesem Weg sollen die Bedürfnisse und Ideen der Bürger*innen in die Entwicklung der Projektansätze einbezogen werden.
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"MIGOEK": Videos erfolgreicher Existenzgründungen online

Im Rahmen des Verbundvorhabens "MIGOEK" wurden Videos mit Erfolgsgeschichten von migrantischen Gründer*innen erstellt. Eingefangen wurden unterschiedliche Perspektiven, die Eindrücke von den Wegen in die Selbstständigkeit liefern. Die filmischen Beispiele sollen Mut machen und den Weg für künftige Gründer*innen ebnen.
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"KoDa_eG": Expert*innen-Workshop zum Thema "Kommunale Daseinsvorsorge durch Bürgergenossenschaften?"

Das Verbundvorhaben "KoDa_eG" veranstaltete am 26. Juli 2018 einen Workshop zum Thema "Kommunale Daseinsvorsorge durch Bürgergenossenschaften? - Chancen und Herausforderungen aus kommunaler, ökonomischer und zivilgesellschaftlicher Perspektive". Die Ergebnisse deuten auf die hohe Attraktivität hybrid konzipierter Bürgergenossenschaften und den erwartbar hohen Nutzen für viele kommunale Akteure hin.
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"KoSI-Lab Wuppertal": Zwischenbilanz der Arbeitsphase

Mit dem Dialogtreffen im November 2017 startete die Arbeitsphase von "KoSI-Lab" Wuppertal. Zwei Entwicklungslinien in den "KoSI-Lab" Prozessen werden erarbeitet: Erstens entsteht mit "KoSI-Lab" eine Anlaufstelle für Ideen aus der Bürgerschaft. Zweitens wirkt "KoSI-Lab" in Runden Tischen prozessbegleitend, um gemeinsam mit bereits bestehenden Initiativen und anderen Akteuren sozial innovative Ideen auf den Weg zu bringen. Zu den Themen gehören "Fahrradgaragen in Wuppertal", die "Belebung leerstehender Ladenlokale" und die "Vision einwegbecherfreies Wuppertal".
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"IN2": "Integrationskreis Ausbildung" in Gerolstein gestartet

Um Integration von Zuwanderern im ländlichen Raum zu fördern und Migrant*innen auf ihren Wegen in und durch die Ausbildung zu unterstützen, rief das Verbundvorhaben "IN²" im Februar die Arbeitsgruppe "Integrationskreis Ausbildung" ins Leben. Die Arbeitsgruppe organisiert Infoabende, Workshops, Dialogveranstaltungen und Besichtigungen von Betrieben für interessierte Arbeitgeber*innen und Migrant*innen.
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"KOMET": Umgestaltung des Gehrener Ortskerns

Um über das Thema "Altengerechte Wohnformen in Gehren" ins Gespräch zu kommen, trafen sich im November 2017 soziale Träger, Pflegedienstleister, Projektentwickler aus der Region, Mitglieder des Gehrener Stadtrates sowie Studierende und Mitarbeiter*innen der Bauhaus-Universität Weimar. Hauptthema war die Umnutzung des ehemaligen Marstalls in Gehren zu einem Standort für altersgerechtes Wohnen. Dieses Zusammentreffen sowie verschiedene Exkursionen im Frühjahr 2018 diensten als Impuls für einen Stadtratsbeschluss zur Umgestaltung des Marstallareals.
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"KuDeQua": "KuDeQua" stellt sich vor

Am 23. April lud das Dortmunder Verbundvorhaben "KuDeQua" zu einem Workshop in die Martener Nachbarschaftswerkstatt "Meilenstein", um herauszufinden, welche Dienstleistungen den Menschen vor Ort fehlen und welche neuen Angebote benötigt werden, um diese Lücken zu schließen. Der Einladung folgten etwa 30 interessierte Martener Bürger*innen und Vertreter*innen der Stadt Dortmund, um in entspannter Atmosphäre neue Ideen für den Stadtteil zu erarbeiten.
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"JuMoWestküste": Erweiterung der Praktikumsdatenbank

Im Verbundvorhaben "JuMoWestküste" wurde eine Online-Praktikumsbörse entwickelt. Mit diesem Angebot wird Jugendlichen eine kreisübergreifende Suche nach passenden Praktikumsangeboten in der Region ermöglicht. Die Praktikumsbörse umfasst bereits über 1.000 Betriebe mit ihren Praktikumsangeboten und wird fortlaufend erweitert. Die Praktikumsdatenbank steht kostenlos zur Verfügung.
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Gemeinsam für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland

Das Bundeskabinett beschloss im Juli 2018 die Einsetzung der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse". Sie soll konkrete Vorschläge erarbeiten, wie in Zukunft Ressourcen und Möglichkeiten für alle in Deutschland lebenden Menschen gerecht verteilt werden können. Die Kommission adressiert die Themen: kommunale Altschulden, Wirtschaft und Innovation, Raumordnung und Statistik, technische Infrastruktur, soziale Daseinsvorsorge und Arbeit sowie Teilhabe und Zusammenhalt der Gesellschaft. Im Herbst 2020 soll ein Abschlussbericht vorliegen.
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BMEL-Bekanntmachung "Ländliche Räume in Zeiten der Digitalisierung"

Die aktuelle Ausschreibung des BMEL richtet sich an wissenschaftliche Untersuchungen zu wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und räumlichen Veränderungen, die sich im Zusammenhang mit der Digitalisierung in ländlichen Regionen abzeichnen. Im Fokus stehen Fragestellungen in Bezug auf Wirtschaft und Erwerbstätigkeit, Veränderung des sozialen Zusammenlebens, Teilhabe verschiedener Bevölkerungsgruppen am digitalen Wandel, ländliche Regionalentwicklung und Daseinsvorsorge. Skizzen können bis zum 15. Januar 2019 eingereicht werden.
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Dokumentation der Fachkonferenz "Kommunen innovativ" 2018

Rund 200 Teilnehmende trafen sich am 18. und 19. September 2018 in Dortmund auf der "Kommunen innovativ"-Fachkonferenz. Ziel der Veranstaltung war es, die Vernetzung der Verbundvorhaben zu vertiefen und den inhaltlichen Austausch entlang thematischer Schwerpunkte in 14 Sessions zu befördern. Den übergreifenden Rahmen bildete das Thema "Verstetigung der Projektideen". Die Dokumentation der Fachkonferenz steht jetzt online zur Verfügung.
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Dokumentation des Workshops "Öffentlichkeitsarbeit: Produkte"

Am 29. August 2018 fand der zweite Workshop zum Thema "Öffentlichkeitsarbeit" statt. Der Fokus lag auf dem Thema Produkte: Wie lassen sich Handreichungen und andere Produkte für einen erfolgreichen Ergebnistransfer gestalten? Im Kern standen dabei sowohl die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Zielgruppen, ihren Bedürfnissen und Medienverhalten, als auch der Austausch über Erfahrungen, Herausforderungen und Formate des Ergebnistransfers in Richtung Wissenschaft, Öffentlichkeit und Stakeholder*innen.
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Dokumentation des Workshops "Kommunen und Forschung"

Am 21. Juni 2018 fand im hessischen Butzbach der "Kommunen innovativ"-Workshop "Kommunen und Forschung" statt. Im Mittelpunkt stand die besondere Rolle der Kommunen innerhalb der Fördermaßnahme "Kommunen innovativ". Gemeinsam wurde diskutiert, wie Kommunen diese neue Rolle ausfüllen, wie sich die Zusammenarbeit zwischen den Partnern gestaltet und welche Potenziale und Stolpersteine bestehen.
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Kommunen und Wissenschaft: Zusammenarbeit auf Augenhöhe

In der Fördermaßnahme "Kommunen innovativ" sind Kommunen und Wissenschaft Partner auf Augenhöhe. Bei der Fachkonferenz in Dortmund kamen Wissenschaft und kommunale Praxis zu einem intensiven Austausch zusammen. "Fona.de" sprach mit Michaela Bonan, Verwaltungsfachangestellte in der Stadt Dortmund und Verbundkoordinatorin des Verbundvorhabens "KuDeQua", über ihre Erfahrungen mit einer transdisziplinären Zusammenarbeit.
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Im Jahr 2019 wird die Förderperiode für die ersten Verbundvorhaben enden. Wo stehen die Verbundvorhaben und welche Ergebnisse wurden gewonnen? Antworten auf diese Fragen geben Dr. Axel Timpe ("CoProGrün") und Prof. Dr. Hans Joachim Linke ("AktVis"). Aus dem Blickwinkel der Wissenschaft betrachten sie, welche Ergebnisse in den Verbundvorhaben entstanden sind, welche Ziele mit den Vorhaben verfolgt wurden und ob diese erreicht wurden.
Dr. Axel Timpe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der RWTH Aachen und erforscht im Verbundvorhaben "CoProGrün", wie Grünzüge gemeinschaftlich attraktiv gestaltet, bewirtschaftet und damit langfristig erhalten werden können. Am Beispiel eines Grünzugs in der Metropole Ruhr bringt das Verbundvorhaben daher Landwirtschaft, Unternehmen und engagierte Zivilgesellschaft zu einem gemeinsamen Ziel zusammen.

Im Verbundvorhaben "AktVis" untersucht Prof. Dr. Hans Joachim Linke von der TU Darmstadt, wie Visualisierungen dazu beitragen können, Bürger*innen innerörtliche Flächenpotenziale bewusst zu machen. Ein gestufter Beteiligungsprozess soll helfen, Chancen zu vermitteln, Befürchtungen abzubauen und somit konkret auch Nachverdichtungspotenziale zu nutzen. Hiermit soll der Verbrauch von Flächen im Außenbereich für Siedlungszwecke vermieden werden.
Herr Timpe und Herr Linke, welche Ansätze verfolgt Ihr Verbundvorhaben, um mit den Auswirkungen des demografischen Wandels umzugehen?

Dr. Axel Timpe – "CoProGrün": "CoProGrün" versucht, Menschen mit unterschiedlichen Lebensstilen als Teilhaber und Unterstützer der Grünen Infrastruktur im Ruhrgebiet zu gewinnen. Viele Menschen profitieren auf unterschiedliche Weise von den Grünzügen. Wir versuchen, Akteure mit unterschiedlichen Interessen am Freiraum zusammenzubringen, um gemeinsame Projekte zu entwickeln. Dies beinhaltet klassische Interessenvertretungen wie Naturschutzverbände und traditionelle wirtschaftliche Nutzer wie Landwirte, aber auch Menschen, die sich für regionale Ernährung interessieren oder selbst Nahrungsmittel produzieren wollen. So entstehen neue Kombinationen bürgerschaftlichen Engagements für Natur und Landschaft, wo bisherige Modelle der Pflege und Unterhaltung an ihre Grenzen kommen.

Prof. Dr. Hans Joachim Linke – "AktVis": Die Auswirkungen des demografischen Wandels werden in den drei beteiligten südhessischen Kommunen Bensheim-Langwaden, Münster und Otzberg-Ober-Klingen vorrangig durch die Alterung der Bevölkerung sichtbar. Daraus folgt u.a. eine Nachfrage nach seniorengerechtem Wohnraum, die möglichst dadurch gedeckt werden soll, dass Baupotenziale im Ortskern genutzt werden (Innenentwicklung). Im Projekt "AktVis" werden über einen dreistufigen Beteiligungsprozess private Immobilieneigentümer*innen motiviert, ihre Grundstücke einer Nutzung im Sinne der Innenentwicklung zuzuführen. Hierbei verdeutlichen wir die Bedeutung der Grundstücke für die Gemeindeentwicklung und stärken das Verantwortungsbewusstsein der Eigentümer vor Ort zunächst auf Ortsteils- und auf Quartiersebene. Gemeinsam mit interessierten Immobilieneigentümer*innen werden auf Projektebene Ideen zur Umsetzung von Bauprojekten erarbeitet. Durch die Visualisierung aktueller und ggf. zukünftig möglicher Bebauung werden räumliche Veränderungen veranschaulicht und Befürchtungen ausgeräumt. Gelungene Fallbeispiele regen weitere Immobilieneigentümer*innen zu eigenen Projekten an.

Welche Erkenntnisse sind in Ihrem Verbundvorhaben bisher entstanden?

Dr. Axel Timpe – "CoProGrün": Vernetzung über traditionelle Milieu- und Sektorengrenzen hinweg lohnt sich. Die Zusammenarbeit zwischen den Projektpartner*innen aus Regionalverwaltung, Landwirtschaft und Zivilgesellschaft hat geholfen, die unterschiedlichsten Akteursgruppen anzusprechen und der Austausch in gemeinsamen Veranstaltungen – wie der "CoProGrün" Ideen- und der Projektbörse – hat daraufhin zu vielen neuen Kontakten und gemeinsamen Projekten geführt. Neben den offenen Kontaktformaten ist die gezielte Vernetzung zwischen Akteuren und deren Unterstützung mit externem Knowhow gleichermaßen wichtig. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachakteure auch auf interkommunaler Ebene zeigt sich als ein Schlüssel, der viele neue Ideen möglich macht. Dieses Format nach dem Ende des Projektes fortzuschreiben ist eine wichtige Aufgabe für die Zukunft. Ein Ansatz dafür ist die im Projekt initiierte "Route der Agrarkultur", die als Gemeinschaftsprojekt von Regionalverband, Landwirten und urbanen Gärtnern weiterentwickelt werden soll. Sie schafft die Verbindung zwischen den Stadtquartieren und der Landwirtschaft im Grünzug und kann als Modell der Zusammenarbeit in die anderen Grünzüge des Ruhrgebietes übertragen werden.

Prof. Dr. Hans Joachim Linke – "AktVis": Bürger*innen und privaten Immobilieneigentümer*innen zu sensibilisieren und zu motivieren gestaltet sich sehr aufwendig und langwierig. Dies gelingt vielfach nur durch direkte persönliche Ansprache. Dabei übernehmen vor allem die Mitglieder der lokalen Ortsbeiräte und die Bürgermeister die Funktion des Ansprechpartners vor Ort. Im Vergleich zwischen den Kommunen zeigt sich, dass die Bereitschaft an der Innenentwicklung aktiv mitzuwirken und die hierbei entstehende Qualität der Ergebnisse vom vorhandenen Gemeinschaftssinn vor Ort abhängen. Eine aktive Öffentlichkeitsarbeit kann hier den Weg bereiten und in lokalen Workshops lassen sich Hemmschwellen abbauen sowie umsetzbare Projekte der Innenentwicklung identifizieren und initiieren. Da Innenentwicklung eine sehr komplexe Thematik ist, die viele Ressourcen vor Ort benötigt um erfolgreich umgesetzt zu werden, stellt die weitere Umsetzung dieser Projekte die beteiligten Kommunen jedoch vor große Herausforderungen.

Sie sind der wissenschaftliche Partner in dem Verbundvorhaben. Welche Rolle übernehmen Sie im Projekt konkret und wie unterstützen Sie als Wissenschaftler Ihre kommunalen Partner?

Dr. Axel Timpe – "CoProGrün": Für uns als Landschaftsarchitekten in der transdisziplinären Forschung ist der Übergang zwischen Wissenschaft und Praxis fließend. Ob in der Forschungsarbeit oder im Planungsbüro: wir entwerfen mit kommunalen Partnern mögliche Wege zu einer gewünschten Entwicklung. In unserem transdisziplinären Konsortium "CoProGrün" sind alle Partner gleichermaßen an der Entwicklung von Innovationen beteiligt. Unsere Aufgabe als koordinierender Wissenschaftspartner ist es dabei vor allem, die richtigen Fragen zu stellen, innerhalb des Rahmens der alltäglichen kommunalen Pflichtaufgaben Freiraum für die Arbeit an Transformationsaufgaben zu schaffen sowie die Erkenntnisse dieses gemeinsamen Prozesses festzuhalten und für die Übertragbarkeit aufzubereiten. Wissenschaft kann jedoch die kommunale Politik und Verwaltung nicht davon befreien, die erforderlichen Entscheidungen für einen der gemeinsam erarbeiteten Wege zu treffen. Kommunalpolitik bedeutet, Verantwortung für die Zukunftsentwicklung zu übernehmen.

Prof. Dr. Hans Joachim Linke – "AktVis“: Als wissenschaftlicher Partner zeigen wir den kommunalen Partnern die Möglichkeiten auf, wie Bürger*innen und Immobilieneigentümer*innen angesprochen und beteiligt werden können. Wir entwickeln gemeinsam die Vorgehensweise und unterstützen bei der Umsetzung. Vor allem unsere Moderationsleistungen sind im Prozess der Innenentwicklung hilfreich: Der Blick von außen und die neutrale Position der Wissenschaft ermöglicht es, bei Meinungsverschiedenheiten und Konflikten zu schlichten und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Verbessert werden durch die "Ausnahmesituation Forschungsprojekt“ zudem die Zusammenarbeit innerhalb der Kommunen sowie die interkommunale Abstimmung. Mit unserer Hilfe können örtliche Prozesse analysiert und an die neuen Herausforderungen angepasst werden. Zudem profitieren gerade kleinere Kommunen von der fachlichen Unterstützung, mit der wir ihnen Lösungen für anstehende Herausforderungen der Innenentwicklung aufzuzeigen.
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In dieser Rubrik finden Sie sowohl aktuelle Publikationen zum Thema demografischer Wandel, nachhaltige Entwicklung und innovative kommunale Strategien, als auch Publikationen, die im Rahmen der Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ erscheinen.

Altbauaktivierung – Strategien und Erfahrungen
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) (2018)
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Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen in wachsenden Kommunen
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) (2018)
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Bürgerbeteiligung aus kommunaler Sicht
NeulandQuartier GmbH (2018)
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Urbane Kleinstädte
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) (2018)
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In der Rubrik „Presse“ finden Sie eine Zusammenstellung aktueller und bundesweiter Pressemeldungen zur Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ und den einzelnen Verbundprojekten.

„Rückenwind – Jugendmobilität Westküste“: Großer Erfolg des kreisweiten Fachforums rund um Praktika
Freies Wort, 01.06.2018 » weiterlesen
» JuMoWestküste
Wenn alle Seiten gewinnen
Diepholzer Kreisblatt, 05.10.2018 » weiterlesen
» TempALand
Innen- & Außenentwicklung
Perspektiven für kleine und mittlere Kommunen
07.11.2018 | Münster (Hessen)
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Wenn die Häuser leer stehen...
Herausforderungen und Chancen für den ländlichen Raum
19.11.2018 | Leipzig
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10 Jahre Aktive Stadt- und Ortsteilzentren – gemeinsam den Wandel gestalten
Fachkongress
20.11.2018 | Berlin
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Aufbau "Kommunale Labore sozialer Innovation“
3. KoSI-Lab Werkstatt
28.11.2018 | Dortmund
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Wohnperspektiven – ältere Wohnquartiere im Generationswechsel
3. Dialog-Veranstaltung im Landkreis Diepholz
28.11.2018 | Samtgemeinde Barnstorf
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Marktplatz für Dörfer – Das Land lebt doch!
Konferenz der Akteure
29.11.2018 | Berlin
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Kommunale Netzwerke für Integration partizipativ und erfolgreich gestalten
Seminar der Stiftung Mitarbeit in Nürnberg
30.11.2018 bis 01.12.2018 | Nürnberg
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Das neue Wachstum der Städte. Ist Schrumpfung jetzt abgesagt?
Die regionalen Herausforderungen unter unklaren demografischen Entwicklungsperspektiven
06.12.2018 bis 07.12.2018 | Berlin
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Dieser Newsletter wird im Rahmen der Fördermaßnahme "Kommunen innovativ"
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung herausgegeben.

Begleitforschung KomKomIn
Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Zimmerstraße 13-15, 10969 Berlin
Tel.: (030) 39001-189
E-Mail: komkomin@difu.de
www.kommunen-innovativ.de

Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Sitz Berlin, AG Charlottenburg, HRB 114959 B
Geschäftsführer: Prof. Dr. Carsten Kühl, Dr. Busso Grabow