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FlächenportalNews - Ausgabe 02/2018 - 05.07.2018



Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ läuft an und bietet neue Chancen

Seit nunmehr einem Jahr werden im Rahmen des neuen Städtebauförderungsprogrammes „Zukunft Stadtgrün“ Maßnahmen in Kommunen gefördert, die zur Qualifizierung von Grün- und Freiflächen beitragen, um die Wohn- und Lebensqualität zu steigern.
Im ersten Programmjahr 2017 wurden für das neue Bund-Länder-Programm Mittel in Höhe von 50 Millionen Euro vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zur Verfügung gestellt. Mit „Zukunft Stadtgrün“ werden die bisherigen Möglichkeiten der Städtebauförderung durch eine Möglichkeit zur Stärkung des Grüns in den Kommunen ergänzt. 2017 beläuft sich die Zahl der teilnehmenden Kommunen auf 129, insgesamt werden in diesen Gemeinden 137 Maßnahmen gefördert. Dabei wurden die vom Bund bereitgestellten Fördermittel von fast allen Ländern vollständig abgerufen. Vorrangig beteiligen sich wachsende Mittelstädte, wobei sich die geförderten Maßnahmen großenteils in den Innenstädten bzw. Ortskernen oder in innenstadtnahen Gebieten befinden. Weil sich das Programm noch in der Anfangsphase befindet, wurden bisher überwiegend zunächst integrierte Konzepte gefördert, deren Umsetzung noch bevor steht. Das Programm unterstützt Maßnahmen, die durch Qualifizierung von Grün- und Freiflächen die Wohn- und Lebensqualität steigern. Neben der Neuanlegung ist hierbei vor allem auch die Vernetzung von Grün- und Freiflächen ein Schwerpunkt der Förderung. Als Zielsetzung definieren zahlreiche Kommunen zudem die Verbesserung des Stadtklimas und die Verbindung von Grün mit Sport- und Bewegungsangeboten. Insbesondere werden auch Bau- und Ordnungsmaßnahmen in bzw. auf leerstehenden, untergenutzten Gebäuden und Brachflächen einschließlich einer zielgerichteten Nach- oder Zwischennutzung durch Grün- und Freiflächen gefördert. In Hinblick auf die Aktivierung von Flächenpotenzialen im Bestand bietet das Förderprogramm den Kommunen damit die Möglichkeit, dort zielgerichtet Maßnahmen zur Begrünung umzusetzen und dadurch die Attraktivität und die Wohn- und Lebensqualität des Standortes aufzuwerten. Fachlich geleitet wird das Förderprogramm von der Bundestransferstelle „Zukunft Stadtgrün“, die die teilnehmenden Kommunen berät und für Fragen und Auskünfte zur Verfügung steht.

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Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen 2018

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV) loben 2018 zum vierten Mal den „Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen“ aus.
Die mit 10.000 Euro Preisgeld dotierte Auszeichnung wird im Rahmen der „Allianz für die Fläche“ in Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben und soll das Flächenrecycling sowie das öffentliche Bewusstsein für den Schutz des Bodens unterstützen und stärken.

Vor dem Hintergrund der Zukunftsaufgabe, den voranschreitenden Naturverbrauch einzudämmen und die andauernd hohe Flächenneuinanspruchnahme für Wohnungsbau und Gewerbe zu minimieren, soll der Landeswettbewerb Impulse zur Standortverbesserung und Innenentwicklung anstoßen. Im Fokus steht dieses Jahr das Aufbereiten von industriell vorbelasteten Brachflächen durch Flächenrecycling und Altlastensanierung. Dabei werden Projekte ausgezeichnet, die auf ehemaligen Industrie-, Gewerbe- und Militärstandorten zur Schaffung neuer Flächen für Handwerk, Gewerbe und Industrie realisiert wurden und somit die Inanspruchnahme von neuem Bauland vermeiden halfen. Durch den Wettbewerb werden „Good-Practice-Beispiele“ mit Modellcharakter aufgezeigt, die für Kommunen und Investoren als Anregung dienen können und im Rahmen einer „Altlasten-Image-Kampagne“ zur Entwicklung von Strategien im Umgang mit brachgefallenen Industrie-Arealen genutzt werden. Die Auszeichnung soll die Dringlichkeit und Wichtigkeit der Sanierung von Altlasten verdeutlichen und hervorheben, dass diese bei Bau- und Investitionsvorhaben kein unumgängliches Hemmnis bedeuten müssen.

Der Landeswettbewerb richtet sich an Akteure aus Wirtschaft, Handel, Logistik, Handwerk, an Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände, kommunale Arbeitsgemeinschaften, private Kooperationen und sonstige Partnerschaften. Die Projekte müssen im Zeitraum 2013-2017 realisiert worden sein und eine Folgenutzung beinhalten. Einsendeschluss ist der 16.07.2018. Die Preisverleihung wird am 12. November 2018 in Hattingen erfolgen. Genauere Informationen zu den Teilnahmebedingungen sind der Website des AAV zu entnehmen.

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Eine neue Ökoflächenagentur setzt Kompensationsmaßnahmen in Sachsen um

Vorhabenträger von Bau- oder Infrastrukturmaßnahmen sind bei Eingriffen in die Natur und Landschaft zu einer naturschutzrechtlichen Kompensation verpflichtet. Im Freistaat Sachsen bietet der Staatsbetrieb Zentrales Flächenmanagement Sachsen (ZFM) seit Oktober 2017 als einzige Einrichtung im Bundesland die Möglichkeit, Kompensationsverpflichtungen von Vorhabenträgern schuldbefreiend zu übernehmen.
Der neue Staatsbetrieb ZFM ist seit Anfang 2017 im Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen angesiedelt und ist nun im Freistaat für Anliegen rund um das Thema Fläche verantwortlich. Mit dem Ziel einer ressortübergreifenden und effizienten Flächensteuerung ist die Einrichtung der zentrale Ansprechpartner für Belange landeseigener Grundstücke im Freistaat Sachsen. Hierfür beschafft oder kauft er Grundstücke für staatliche Aufgaben an, verpachtet landeseigene Flächen, veräußert entbehrliches staatliches Grundvermögen und ist Ansprechpartner für Fiskalerbschaften und Aneignungsrechte. Darüber hinaus ist er Dienstleister für Kompensationsmaßnahmen, wofür er vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft als Ökoflächenagentur anerkannt und beauftragt wurde.

In dieser Funktion betreibt er einen Flächen- und Maßnahmepool, in dem er Ökokontomaßnahmen und Ökopunkte anbietet. Bei einem Eingriff in Natur und Landschaft kann ein zum Ausgleich verpflichteter Vorhabenträger durch einen Freistellungsvertrag die naturschutzrechtliche Kompensationsverpflichtung auf den Staatsbetrieb ZFM übertragen. Dazu muss der Verursacher Ökopunkte aus einer von den Naturschutzbehörden anerkannten Ökokontenmaßnahme erwerben. Im Zuge des Vertrages werden die erworbenen Ökopunkte dem Eingriff des Verursachers zugeordnet. Die Ökoflächenagentur Sachsen übernimmt anschließend die anfallenden Unterhaltungs-, Pflege- und Dokumentationspflichten der Kompensation. Aktuelle Angebote und eine Liste der Ökokontomaßnahmen im Freistaat können auf der Website (www.zfm.sachsen.de) des ZFM eingesehen werden. Zum Portfolio der vom ZFM durchgeführten Kompensationsmaßnahmen zählt auch die Entsiegelung aufgelassener Betriebsflächen mit anschließender Herstellung von Biotopen. Zudem können auch Eigentümer die Möglichkeit nutzen, ihre Flächen für eine naturschutzfachliche Aufwertung zur Verfügung zu stellen oder zu verkaufen. So wird gewährleistet, dass Kompensationsmaßnahmen zielgerichtet auf den geeigneten Flächen umgesetzt werden und dabei alle Interessen der beteiligten Eigentümer und Vorhabenträger berücksichtigt werden.

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Mit Pop-up-Stores die Innenentwicklung stärken und kreative Ideen fördern: Eschwege startet durch!

Wie auch viele andere Klein- und Mittelstädte im ehemaligen „Zonenrandgebiet“ sieht sich die Fachwerkstadt Eschwege mit zahlreichen Zukunftsaufgaben in Zusammenhang mit dem demografischen Wandel konfrontiert.
Durch stetig anhaltende Bevölkerungsverluste hat die nordhessische Kreisstadt des Werra-Meißner-Kreises mit zunehmenden Wohnungs- und Geschäftsleerständen in den zentralen Lagen der Kommune umzugehen. Wie ließen sich die ungenutzten Ladenflächen im Bereich des mittelalterlichen Stadtzentrums nutzen, um den Einzelhandel zu stärken, ein attraktives Wohnumfeld im historischen Stadtkern zu schaffen und so die Innenentwicklungspotenziale optimal auszunutzen?

Mit dem Programm „Durchstarten“ unterstützt die Wirtschaftsförderung der Stadt nun junge Unternehmer mit originellen Geschäftsideen. Dazu steht der Projektentwicklungsgesellschaft Eschwege mbH (PEG), einer hundertprozentigen Tochter der Kreisstadt, ein Budget von insgesamt 24.000 Euro zur Verfügung, die aus Fördermitteln der EU und dem Land Hessen bereitgestellt werden. Mit diesen Mitteln sollen junge Selbstständige und kreative Einzelhändler die Chance erhalten, eine Ladenfläche auf Zeit (derzeit sind sechs bis 12 Monate vorgesehen) mietfrei zu nutzen und ihre Geschäftsidee auszuprobieren. Solche Pop-Up-Stores sind vor allem in Großstädten sehr beliebt und bieten innovativen Neu-Unternehmen die Möglichkeit, ihre Konzepte zu erproben und ihre Talente zu fördern. Die Geschäftsideen der Bewerber sollten innovativ und kreativ sein und dürfen nicht in Konkurrenz zu einem bestehenden Geschäft stehen. Sie werden von einer Jury aus Aufsichtsratsmitgliedern der PEG bewertet. Gesucht werden nicht nur Einwohner der Stadt Eschwege, das Mindestalter beträgt 18 Jahre.

Durch solche Förderangebote möchte die Stadt die Altstadt beleben und zum einen attraktiver für die junge Generation werden, insbesondere für Jungunternehmer. Zum anderen sollen gezielt Leerstände in der Innenstadt behoben und durch die Nutzung vorhandener Innenentwicklungspotenziale ein innovativer Einzelhandel vorangetrieben werden. Dadurch können für das Stadtzentrum wieder bedeutende Funktionen mit angemessener Passantenfrequenz, Baudichte und Nutzungsmischung entwickelt werden. Pop-Up-Stores bieten zudem die Möglichkeit, mit einem charakteristischen Shopdesign und kostengünstiger Ladengestaltung auf engstem Raum zu überzeugen. Dadurch kann der Einzelhandel auch die kleinteiligen leerstehenden Ladenflächen des Zentrums beleben, die z.B. für Einzelhandelsketten nicht attraktiv sind.

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Hanau: Konversion von militärischen Liegenschaften im großen Maßstab

Wie sich ehemalige militärische Liegenschaften zukunftsweisend in die Stadt eingliedern und zu innovativen neuen Quartieren entwickeln lassen, wird derzeit durch ein umfangreiches Konversionsvorhaben in Hanau aufgezeigt.
Das Oberzentrum im Ballungsraum Frankfurt/ Rhein-Main gilt als wichtiger Standort der Technologiebranche und ist seit der Wiederaufbauphase nach dem zweiten Weltkrieg gekennzeichnet durch radikale Veränderungen des Stadtbildes. Zudem war Hanau seit Ende des 19. Jahrhunderts eine wichtige Garnisonsstadt, in der bis zum Jahr 2008 amerikanische Streitkräfte auf insgesamt ca. 340 ha Fläche in mehreren Kasernenanlagen und den dazugehörigen technischen Einrichtungen stationiert waren. Nach dem Abzug der US Army wurden die Liegenschaften an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben und durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet, wobei die Planungshoheit bei der Stadt liegt.

Neben verschiedenen bereits erfolgreich abgeschlossenen Konversionsprojekten ehemaliger militärischer Liegenschaften wird jetzt mit dem „Pioneer Park Hanau“ das größte Wohnbauprojekt der Nachkriegsgeschichte in Hanau auf einem ehemaligen Kasernengelände im östlichen Stadtrandgebiet realisiert. Dazu gründete die Stadt Hanau gemeinsam mit der DSK | BIG Gruppe die LEG Hessen-Hanau GmbH, um in enger Zusammenarbeit das knapp 50 ha große Areal im Stadtteil Wolfgang zu revitalisieren. In dem „Quartier der Zukunft“ sollen die ehemaligen Kasernen- und Lagergebäude, soziale Gemeinschaftseinrichtungen, Abstell- und Werkstatthallen zukünftig Wohnraum für ca. 5000 Menschen bieten. Das hierfür beauftragte Planungsbüro AS+P stellte im März 2018 im Rahmen der Sitzung des Struktur- und Umweltausschusses der Stadt erstmals ihr Strukturkonzept der Öffentlichkeit vor, das breite Zustimmung und Lob durch den Oberbürgermeister und die Bevölkerung erhielt. Dieses städtebauliche Konzept dient als Grundlage für den Bebauungsplan, dessen Entwurf derzeit erarbeitet wird. Durch Fachgutachter werden im Moment Themen wie Lärmbelastung, Denkmalschutz und Altlasten bearbeitet, die bei der Entwicklung von Konversionsflächen beachtet werden müssen. Im Juni sollen die ersten Arbeiten auf dem Gelände beginnen.

Im Vordergrund des Vorhabens steht der Pioniergedanke. Die großen Themen Vielfalt, Nachhaltigkeit, Mobilität und Fortschritt spielen dabei eine zentrale Rolle. So sollen vielfältige Wohnformen für eine breite Bewohnerschaft unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Einkommensgruppen zu einem erschwinglichen Preis bereitgestellt werden. Das Quartier soll nahezu CO2-neutral entwickelt werden und Mobilitätsangebote, wie z.B. Elektro-Car-Sharing-Modelle geschaffen werden. Im Fokus liegt auch eine innovative Stromerzeugung über ein zentrales Blockheizkraftwerk und Photovoltaik-Anlagen. Auch die Wärmeerzeugung soll vollständig im Pioneerpark erfolgen. Ein Großteil der Gebäude wird neu gebaut, einige stadtbildprägende Elemente, wie z.B. das alte Heizwerk sollen bestehen bleiben.

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EU - LUMAT Projekt: Nachhaltiger Umgang mit Boden und Fläche im Grünen Ring Leipzig

Die Flächeninanspruchnahme im Stadt-Umland-Kontext schreitet voran – Böden werden abgegraben und versiegelt, natürliche Bodenfunktionen weichen einer baulichen Nutzung.
Die Flächeninanspruchnahme verursacht zudem unvermeidbare Folgekosten u.a. für die Unterhaltung technischer und sozialer Infrastrukturen. Die Gefährdung natürlicher Böden ist ein zentrales Konfliktfeld in Stadtregionen. Vor diesem Hintergrund führt das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie im Rahmen von INTERREG CENTRAL EUROPE das Vorhaben „Land Use Management Agencies and Tools“ (LUMAT) durch. In diesem Vorhaben kooperieren in sieben Ländern 13 Projektpartner in sieben Pilotregionen. LUMAT verfolgt in seinem deutschen Beitrag das Ziel, ein integriertes Management von Flächen, Ressourcen und ökologischen Dienstleistungen im Stadt-Umland-Bereich von Leipzig zu erreichen.

Durch Zusammenarbeit im Grünen Ring Leipzig werden Konzepte für ein integriertes Flächenmanagement im Stadt-Umland-Kontext entwickelt. In den 13 Gemeinden des Grünen Ring Leipzig wurden Brachflächen und geplante Neuversiegelungen erfasst bzw. neu kartiert und den jeweiligen räumlichen Kategorien und Lagen zugeordnet. Durch die Evaluierung ihrer Entwicklungspotenziale soll ein nachhaltigerer Umgang mit Boden und Fläche erreicht werden (z.B. für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme). Die LUMAT-Arbeiten in Leipzig finden in enger Abstimmung mit dem interkommunalen Flächenmanagement des Grünen Rings Leipzig statt. Die im Projekt erarbeiteten Planungsstrategien und Tools werden im Grünen Ring Leipzig integriert und stehen Entscheidungsträgern für eine nachhaltigere Flächenplanung zur Verfügung. So wird gemäß dem Handlungskonzept des Grünen Ring Leipzigs auf die zielgerichtete Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen auf Brachflächen durch Entsiegelung und Begrünung hingearbeitet, um den Erhalt landwirtschaftlicher Nutzflächen zu fördern. Brachflächen im Innenbereich sollen zudem durch Rückbau, Sanierung oder Entsiegelung für eine Nachnutzung revitalisiert werden.

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Ansätze zur Erreichung einer „Land Degradation Neutrality“ auf Bundesebene

Mit Ansätzen, wie sich die im Rahmen der UN-Nachhaltigkeitsziele formulierte „Land Degradation Neutrality“ (LDN) auf nationaler Ebene in Deutschland umsetzen ließe, befasste sich ein Forschungsvorhaben im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA).
Auf Basis der 2015 verabschiedeten UN-Nachhaltigkeitsziele in wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Dimension, die global von allen UNO Mitgliedsstaaten bis 2030 erreicht werden sollen, steht das sustainable-development-goal (SGD) 15.3 dieser Strategie im Fokus der Untersuchung. Dieses Ziel strebt eine landdegradationsneutrale Welt an, in der nicht-vermeidbare Verschlechterungen von Land (engl.: „land“, multifunktionelles Ökosystem, dessen natürliches Kapital sowie Boden und Biodiversität in Interaktion mit Wasser und der Atmosphäre eine Reihe von Ökosystemfunktionen generieren) und Boden (engl.: „soil“; eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen) durch die Wiederherstellung von Ökosystemen bzw. Ökosystemdienstleistungen des Bodens an anderer Stelle wieder ausgeglichen werden müssen.

Im Forschungsvorhaben wurde auf Basis einer umfassenden Literaturrecherche und mit der Auswertung von über 50 Experteninterviews, zwei nationalen und einem europäischen Workshop bestehende Monitoringsysteme zur Erfassung der LDN auf nationaler Ebene untersucht. Darüber hinaus wurde ein neuer Ansatz für einen Indikator zur Beobachtung der LDN entwickelt, der auf flächendeckend vorliegenden Informationen zu Landnutzungskategorien basiert und von aufwändig zu messenden Bodenparametern unabhängig ist.

Grundgedanke dieses Ansatzes ist, dass sich Aussagen zur Bodenqualität und Bodengefährdung über die Landnutzung und deren Änderung treffen lassen. So können z.B. Phänomene wie Versiegelung oder der Rückgang von Moorflächen sichtbar gemacht werden. Bewertet wird die Landnutzungsänderung, in dem die im Projekt ausgewählten Landnutzungsklassen mit Hemerobieklassen verbunden werden, wodurch den verschiedenen Nutzungstypen Bodenqualitätswerte zugeordnet werden. Dabei steht die Hemerobie (Maß der Naturnähe) für den Eingriff des Menschen in den Naturhaushalt, mit dem Veränderungen der Bodenqualität einhergehen. Durch die Zuweisung von Wertigkeiten für bestimmte Landnutzungskategorien lässt sich die LDN im Bundesgebiet in Hinblick auf die Landnutzungsänderung auf diese Weise bilanzieren.

Mit Hilfe dieses Indikatoransatzes wurden verschiedene Szenarien der Landnutzungsentwicklung untersucht. Wird der Fokus auf die Erreichung des 30-Hektar-Ziels der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) gelegt, kann auf Basis dieses Ansatzes geschlussfolgert werden, dass dieses Ziel nicht ausreicht, um in Deutschland eine Landdegradationsneutralität zu erreichen. Die Bearbeitung des LDN-Zieles könnte jedoch durch die Verankerung eines entsprechenden Indikators maßgeblich zur Stärkung des Bodenschutzes beitragen und auch internationale Impulse setzen.

Download unter: www.umweltbundesamt.de/publikationen/land-degradation-neutrality

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Ergebnisse des bundeweiten Modellversuchs zum Handel mit Flächenzertifikaten

Grimski, Detlef, in: Zeitschrift Bodenschutz 23 (2018) 2, Berlin, S. 44-52.
10 Forderungen für einen zukunftsweisenden und nachhaltigen Bodenschutz

Glante, Frank, Matthews, Jeannette und Bernd Hansjürgens, in: Zeitschrift Bodenschutz 23 (2018) 2, Berlin, S. 53-57.
Umsetzung des UN-Nachhaltigkeitszieles „Land Degradation Neutrality“ in Deutschland

Wunder Stephanie, in: Zeitschrift Bodenschutz 23 (2018) 2, Berlin, S. 58-66.
Flächen- und Bodenmanagement im Stadt-Umland-Kontext

Siemer Bernd, Eckert, Karl und Uwe Ferber, in: Zeitschrift Bodenschutz 23 (2018) 2, Berlin, S. 67-72.
Altbauaktivierung – Strategien und Erfahrungen

Hrsg. vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR); Sonderveröffentlichung; Bonn 2018.
Download unter www.bbsr.bund.de

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Standortentwicklung integrierter Gewerbeflächen

Aktuelle Entwicklungen und Trends der Gewerbeflächenentwicklung
6.-7. September 2018 | Berlin
aktion-flaeche.de/standortentwicklung-integrierter...
12. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik

17.-19. September 2018 | Frankfurt am Main
aktion-flaeche.de/12-bundeskongress-nationale-stadtentwicklungspolitik
BauNVO

Aktuelle Fragestellungen und neueste Rechtsprechung
19. September 2018 | München
aktion-flaeche.de/baunvo
Der Bebauungsplan

Das Instrument zur Steuerung städtebaulicher Ziele in den Gemeinden und Städten
19. September 2018 | Berlin
aktion-flaeche.de/der-bebauungsplan
A Park like a bridge

Grünräume als verbindendes Element in Stadt und Region
21.-22. September 2018 | Görlitz
aktion-flaeche.de/park-bridge
Forum Bodenschutz/Altlasten 2018

Erfahrungsaustausch im BEW-Forum Bodenschutz und Altlasten
24.-25. September 2018 | Duisburg
aktion-flaeche.de/forum-bodenschutzaltlasten-2018
Städtebau und Recht

24.-28. September 2018 | Berlin
aktion-flaeche.de/staedtebau-und-recht
Forum "Baulandentwicklung"

26. September 2018 | Karben
aktion-flaeche.de/forum-baulandentwicklung
10. Marktredwitzer Bodenschutztage

Bodenschutz und Landwirtschaft
10.-12. Oktober 2018 | Marktredwitz
aktion-flaeche.de/10-marktredwitzer-bodenschutztage
Marktgerechte und soziale Ausgestaltung von kommunalen Erbbaurechten

24. Oktober 2018 | Stuttgart
aktion-flaeche.de/marktgerechte-und-soziale-ausgestaltung...
Städtebauförderung

Neue gesellschaftliche Rahmenbedingungen, neue Schwerpunkte, neuer Entwicklungsbedarf?
12. November 2018 | Berlin
aktion-flaeche.de/staedtebaufoerderung...
Nationales Ressourcen-Forum

Konferenz NRF 2018
29. November 2018 | Berlin
aktion-flaeche.de/nationales-ressourcen-forum

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