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FlächenportalNews - Ausgabe 02/2016 - 22.11.2016

Europäische Bürgerinitiative "People4Soil"

Ende Oktober startete eine EU-weite Initiative zum besseren Schutz der Böden. Im Rahmen der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „People4Soil“ (P4S) sollen innerhalb eines Jahres mehr als eine Million Unterschriften gesammelt werden.
Foto: Versonnen / pixelio.de
Damit soll die EU-Kommission zu einem besseren Schutz der Böden veranlasst werden. Ziel ist die Entwicklung eines EU-weiten spezifischen und verpflichtenden Rechtsrahmens, um Böden vor den größten Gefahren zu schützen. Hierzu zählen Erosion, Versiegelung, Verlust an organischer Substanz und an Artenvielfalt sowie Verseuchung. Angestrebt wird eine Erfassung und Senkung von Treibhausgasemissionen aus der Land- und Forstwirtschaft. Über 400 Organisationen, Institutionen und Unternehmen aus 26 Ländern unterstützen die Kampagne. In Deutschland zählen hierzu u.a. der BUND - Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, NABU Naturschutzbund Deutschland, DNR - Deutscher Naturschutzring, das IASS - Institute for Advanced Sustainability Studies, die DBG - Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft sowie die SÖL - Stiftung Ökologie & Landbau. Die Initiatoren möchten erreichen, dass die Kampagne in Deutschland mindestens 200.000 Unterstützer/innen findet. Die Petition kann bis September 2017 unterschrieben werden, entweder online auf www.people4soil.eu oder auf einer Unterschriftenliste, die auf der Kampagnen-Webseite heruntergeladen und ausgedruckt werden kann.

Mehr über „People4Soil": www.people4soil.eu

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Den ökologischen Wandel gestalten. Integriertes Umweltprogramm 2030

Am 8. September 2016 wurde das „Integrierte Umweltprogramm 2030“ des BMUB vorgestellt. "Es ist Zeit für eine neue, gestärkte Umweltpolitik, die sich der globalen Herausforderungen systematisch annimmt und einen grundlegenden ökologischen Wandel einleitet", sagte Hendricks bei der Vorstellung eines neuen Umweltprogramms ihres Ministeriums.
Integriertes Umweltprogramm 2030
Im Programm werden Leitziele und Vorschläge für die Einleitung und Ausgestaltung einer ökologischen Wandels formuliert. Hierbei geht es um die umweltgerechte und nachhaltige Gestaltung von Schlüsselbereiche von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Fokussiert werden die fünf Bereiche „Umwelt und klimaverträglich Wirtschaften, Energie- und Ressourcenwende“, „Zukunftsfähige Landwirtschaft, intakte Natur“, „Nachhaltige Mobilität, lebenswerte Städte“, „Gesunde Lebensbedingungen“ sowie „Internationale Dimension der Umweltpolitik“. Für jeden der Bereiche werden Erfolge und positive Entwicklungen, Herausforderungen, Leitziele und Maßnahmen dargestellt. Der Flächenschutz ist Bestandteil des „Leitziels II: Städte, Gemeinden und Infrastrukturen umweltgerecht entwickeln im Themenbereich „Nachhaltige Mobilität, lebenswerte Städte“. Vorgesehen sind Maßnahmen zum Flächenschutz und zum Übergangs zu einer Flächenkreislaufwirtschaft. Angestrebt wird u.a. eine Reduzierung des Flächenverbrauchs auf 20 Hektar pro Tag im Jahr 2030. Angestrebt werden die Weiterentwicklung des Raumordnungsrechts des Bundes und der Länder mit dem Ziel der Einführung verbindlicher Flächensparziele in der Landes- und Regionalplanung.

Download: Integriertes Umweltprogramm 2030
Baukulturbericht 2016/17: Stadt und Land

Der neue Baukulturbericht fokussiert auf die baukulturellen Leitbilder der Klein- und Mittelstädte und der ländlichen Räume. In den drei Schwerpunkten „Vitale Gemeinden“, „Infrastruktur und Landschaft“ und „Planungskultur und Prozessqualität“ werden wesentliche Aspekte aufgezeigt, die die Perspektiven dieser Räume ausmachen. Dabei geht es u.a. um die Gestaltung lebenswerter Orte, die Integration von Energieproduktion und Infrastruktur in Landschaften und Ortsbilder sowie die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Ortsentwicklung.

Gespiegelt werden diese Aspekte vor dem Hintergrund der besonderen Herausforderungen im Kontext von Stadt-Umland-Beziehungen, aus der Sicht peripherer Räume und vor dem Hintergrund sich unterscheidender Dynamiken von Wachstum bzw. Zuzug und Schrumpfung. Bestandteil des Berichts ist eine Kommunalumfrage des Deutschen Instituts für Urbanistik bei über 2.600 Landgemeinden, Klein- und Mittelstädten sowie 26 Landkreisen, in deren Mittelpunkt das Planungs- und Baugeschehen vor Ort stand. Der Baukulturbericht wurde auf dem Konvent der Baukultur vom 3. bis 5. November 2016 in Potsdam erstmals der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt.

Download: Baukulturbericht 2016/17

Klimaschutzplan 2050: Schnittstelle zur Fläche

Der am 14. November 2016 vom Kabinett beschlossene Klimaschutzplan 2050 bündelt die klimaschutzpolitischen Grundsätze und Ziele der Bundesregierung. Er unterlegt das bestehende deutsche Klimaschutzziel 2050 und die vereinbarten Zwischenziele vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Klimaschutzkonferenz von Paris und konkretisiert diese mit Maßnahmen.

Foto: Manfred Mazi / pixelio
Dabei sollen in verschiedenen Handlungsfeldern Klimaschutzstrategien und -maßnahmen identifiziert und ausgestaltet werden. Hierfür werden ausgehend vom Klimaschutzziel für 2050 Leitbilder, Meilensteine und Maßnahmen für Handlungsfelder des Klimaschutzes wie Energiewirtschaft, Gebäudebereich, Mobilität, Industrie und Wirtschaft, Landwirtschaft, Landnutzung und Forstwirtschaft sowie für übergreifende Ziele und Maßnahmen formuliert. In diesem Zusammenhang wird auch die Problematik des Flächenverbrauchs in Deutschland thematisiert. Mit Blick auf das in der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie verankerte 30-Hektar-Ziel zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke bis 2020 sieht die Bundesregierung vor, u.a. die einschlägigen Planungsinstrumente weiterzuentwickeln sowie die Implementierung neuer Instrumente zu prüfen. Darüber hinaus soll der Flächenverbrauch durch einen Übergang zur Flächenkreislaufwirtschaft bis spätestens 2050 weiter gesenkt werden. In Übereinstimmung mit dem „Fahrplan für ein ressourceneffizientes Europa“ der Europäischen Union ist vorgesehen, den Flächenverbrauch bis dahin auf Netto Null zu senden.

Download: Klimaschutzplan2050

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Nordrhein-Westfalen: Neue Nachhaltigkeitsstrategie

Unter der Federführung des Umweltministeriums wurde in Nordrhein-Westfalen von einer interministeriellen Arbeitsgruppe der Landesregierung eine neue Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet:

Deckblatt der Veröffentlichung "heute handeln. Gemeinsam für nachhaltige Entwicklung in NRW"
Für insgesamt 19 Handlungsfelder, darunter sieben aktuelle Schwerpunktfelder wurden Ziele und Maßnahmen einer an Nachhaltigkeit orientierten Entwicklung des Landes erarbeitet. Bestandteil der Strategie ist ein Ziel- und Indikatorensystem für alle 19 zentrale Handlungsfelder mit Indikatoren wie z.B. Anteil der Erneuerbaren Energien, Recyclingquote, die Schere zwischen Arm und Reich in der Bevölkerung oder die Anzahl von Kommunen, mit eigenem Beschluss zur nachhaltigen Entwicklung. Das NRW-Ziel- und Indikatorenset berücksichtigt fast alle Indikatorenbereiche der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und umfasst ebenfalls weitgehende die 17 SDGs (UN Sustainable Development Goals). Bis zum Jahr 2020 soll die Flächeninanspruchnahme für Siedlung und Verkehr auf durchschnittlich 5 ha pro Tag begrenzt werden. Langfristig wird in NRW ein Netto-Null-Verbrauch angestrebt. Das Kabinett hat im Juni 2016 die Strategie beschlossen.

Download: heute handeln. Gemeinsam für nachhaltige Entwicklung in NRW. Nachhaltigkeitsstrategie für Nordrhein-Westfalen

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Aalen: Innenentwicklung mit System

Innenentwicklungsmanager und kommunales Förderprogramm setzen deutliche Akzente

Innenentwicklung durch Flächenrecycling: Neues Stadtquartier "Stadtoval". Foto: Stadt Aalen
Das Mittelzentrum Aalen im Ostalbkreis setzt ab 2017 noch mehr auf das Thema Innenentwicklung. Im Zentrum der Aktivitäten stehen ein kommunales Förderprogramm für Innenentwicklung und ein Innenentwicklungsmanager in der Aalener Verwaltung. Grundstückseigentümer/innen haben ab dem 1. Januar 2017 die Möglichkeit, Abbruchkosten für nicht mehr benötigte Gebäude und Modernisierungskosten für eine Verbesserung des Gebäudebestands aus der Nachkriegszeit in Anspruch zu nehmen. Ein Innenentwicklungsmanager in der Aalener Verwaltung wird Antragsteller begleiten sowie Eigentümer/innen von Immobilien ansprechen, die für eine bestandsorientierte Stadtentwicklung von besonderer Bedeutung sind. Ermöglicht wird der Innenentwicklungsmanager durch eine Förderung des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des Förderprogramms "Flächen gewinnen durch Innenentwicklung".

Kurzbeschreibung: aktion-flaeche.de/aalen-innenentwicklung-mit-manager
Download Förderprogramm "Flächen gewinnen durch Innenentwicklung" 2016

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Pro-Kopf-Verbräuche natürlicher Ressourcen in Deutschland: Repräsentative Erhebung nach Bevölkerungsgruppen

Wer verbraucht wieviel Wohn-oder Grundstücksfläche? Erfragt wurde dies in einer repräsentativen Erhebung des ECOLOG -Instituts für sozial-ökologische Forschung und Bildung Hannover.

Foto: schulzfoto/fotolia.com
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhoben Daten über die Fläche der vom Haushalt genutzten Wohnung sowie bei Bewohnerinnen und Bewohnern freistehender Einfamilienhäuser bzw. Doppel - und Reihenhäusern zusätzlich die Fläche des Grundstücks. Die Repräsentativbefragung von etwa 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland erstreckte sich über eine Vielzahl von Themen über Ressourcenverbräuche u.a. in Haushalt, Alltagsmobilität, Urlaubsreisen, Ernährung und Bekleidung. Hierbei erfolgte eine Zuordnung der Befragten zu sechs sozialen Milieusegmenten. Die Ergebnisse der Erhebung wurden in der UBA-Reihe Texte 39/2016 veröffentlicht.

Download unter www.umweltbundesamt.de

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Kurzfilme über Böden und Flächen

Der Mitmach-Filmpreis „Sukuma Award“ lädt seit 2006 dazu ein, Filmspot-Ideen rund um nachhaltigen Konsum zu realisieren und in die Kinos zu bringen.

M. Großmann / pixelio.de

Für den Award 2015 wurden 95 Film-Ideen sächsischer Bürgerinnen und Bürger zum Thema „Boden eingereicht“. Eine Jury kürte daraus drei Siegerideen, die im Mai 2016 verfilmt wurden. Die drei realisierten Kurzfilme inszenieren auf individuelle Weise die überlebenswichtige Rolle des Bodens als Quelle für Nahrung und Trinkwasser sowie Rohstoffe sowie als Kohlendioxidspeicher, die aufgrund von Übernutzung, Erosion oder Versiegelung gefährdet ist.

Der "Sukuma-Award" ist ein Projekt des Vereins Sukuma arts e.V., der sich in Dresden, Leipzig und Chemnitz für nachhaltigen Konsum engagiert. Die Aktivitäten des Netwerks des Sukuma arts e.V. von der UNESCO als “Dekade-Projekt” für Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als “Best-Practice-Projekt für globales Lernen“ gewürdigt.

Filme:
bit.ly/2bFSIvp
bit.ly/2fmPx0p
bit.ly/2bRHoQu

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Freiraum-Fibel. Wissenswertes über die selbstgemachte Stadt!

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) (Hrsg. ), Bonn, 2016
Download unter www.bbsr.bund.de

New Urban Agenda Konkret – Fallbeispiele aus deutscher Sicht

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) (Hrsg. ), Bonn, 2016
Download unter www.bbsr.bund.de

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Back to the City?

Strategien und Handlungsempfehlungen zur Stärkung des Einzelhandelsstandortes Innenstadt
24. November 2016 | München
aktion-flaeche.de/back-city

Städtebauförderung

28. November 2016 - 30. November 2016 | Berlin
aktion-flaeche.de/staedtebaufoerderung

Mehr bezahlbares Bauland für alle Zielgruppen

Jahrestagung Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V. / ifs - Wohnungspolitisches Forum
29. November 2016 | Berlin
aktion-flaeche.de/mehr-bezahlbares-bauland-fuer-alle-zielgruppen

Mal über Tabuthemen reden

Sicherung gleichwertiger Lebensbedingungen, Mindeststandards, Wüstungen … - worüber nur hinter vorgehaltener Hand diskutiert wird. Dezembertagung des DGD-Arbeitskreises "Städte und Regionen" in Kooperation mit dem BBSR
1. Dezember 2016 - 2. Dezember 2016 | Berlin
aktion-flaeche.de/mal-ueber-tabuthemen-reden

Weltbodentag 2016

Fachveranstaltung der Aktionsplattform Bodenschutz
5. Dezember 2016 | Berlin
aktion-flaeche.de/weltbodentag-2016

Boden in der Stadt der Zukunft

Tagung der Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt (KBU)
6. Dezember 2016 | Berlin
aktion-flaeche.de/boden-der-stadt-der-zukunft

Vielfalt in der Grünflächen- und Freiraumentwicklung

Urbanes Grün mit neuen Akteuren und Konzepten
19. Januar 2017 - 20. Januar 2017 | Essen
aktion-flaeche.de/vielfalt-der-gruenflaechen-und-freiraumentwicklung

ITVA-Altlastensymposium 2017

30. März 2017 - 31. März 2017 | Bremen
aktion-flaeche.de/itva-altlastensymposium-2017

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